#102 – DIY: Keller-Kabelkanal

#102 – DIY: Keller-Kabelkanal

Vorwort: Oh weh, auch der heutige Artikel liegt schon seit einer gefühlten Ewigkeit auf der Halde… Das ist echt ein Problem! Je länger so ein Projekt her ist, desto geringer sind die Chancen, dass ich noch passende Bilder dazu habe (geschweige denn, dass ich mich an die einzelnen Arbeitsschritte erinnere) … 😀

Ich versuche mich in Zukunft zu bessern – ich verspreche es euch! 😉

Seht es mir nach, es gibt einfach viel zu viele interessante Dinge, mit denen man sich beschäftigen könnte… 🙂

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Preisfrage: Was ist an diesem Bild falsch?

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Wer auf die chaotische (und zugegeben etwas „unaufgeräumte“ Werkstatt) getippt hat, liegt richtig, aber darauf wollte ich nicht hinaus! 😀

Tatsächlich ist das Problem, dass ich im Keller immer ein Stromkabel quer durch den Raum legen muss, um mit irgendwelchen Geräten auf der Werkbank zu arbeiten. Klar, mit einem Verlängerungskabel oder einer einfachen Mehrfachsteckdose ist das zwar kein Problem, aber ich würde lügen wenn ich euch sage, dass ich nur einmal über das blöde Kabel gestolpert bin! 😀

Fun Fact: Ebenso rieseln beim Sägen von Holz immer die ganzen Späne in die Mehrfachsteckdose – nicht cool! 🙁

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Um Abhilfe zu schaffen, habe ich mir eine verschraubbare Verteilersteckdosenleiste mit Klappdeckeln besorgt.

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An sich ein tolles Teil, aber das Grundproblem bleibt: Das Kabel muss quer durch den Raum gelegt werden…

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Im Endeffekt wäre es geschickt, das Kabel permanent irgendwie mit einem Kabelkanal an der Decke zu verlegen. Doch dank Corona-Lockdown sind die Einkaufsmöglichkeiten (Stichwort Baumärkte) ja eher beschränkt – da hilft nur eins: Reste-Basteln! 😉

Als erstes habe ich mal den Stecker der Steckdosenleiste entfernt, da dieser gerade nach vorne absteht und ich einen abgewinkelten Stecker benötige. Ein Glück – in der „Elektro-Schrottkiste“ war noch ein schraubbarer Stecker, den ich vor den ewigen Jagdgründen am Wertstoffhof retten konnte. 🙂

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So kann ich das Kabel hinter der Verkleidung im Holzlager durchführen:

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Jetzt fehlt „nur noch“ der Weg auf die andere Seite! 😀

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Da ich den Kabelkanal auch vollständig aus Resten basteln wollte, habe ich zu einer alten Dachlatte gegriffen:

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Leider wurde diese in ihrem bisherigen Leben als Halterung für Hasendraht (ein Überbleibsel des alten Hasenstalls aus Artikel 33) verwendet und so musste ich erst zahlreiche Klammern mühsam mit Schraubenzieher und Zange entfernen.

Fun Fact: Jeder Handwerker würde spätestens jetzt fragen, ob ich zu viel Zeit habe. Eine neue Dachlatte kostet meist nur 1-2 €, also wofür den Aufwand? Nun, mir gefällt es einfach Reste zu verarbeiten. So hat man eine Aufgabe und tut gleichzeitig etwas für das gute Gewissen! 🙂

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Anschließend habe ich die Latte in drei feine lange Streifen gesägt und zu einem Schacht verschraubt. Somit musste ich eigentlich nur noch das Kabel durchführen und mit zwei seitlichen Stücken an der Verkleidung verschrauben. Selbstverständlich habe ich es versäumt Bilder davon zu machen, darum gibt es hier gleich das fertige Ergebnis. 😉

Fun Fact: Selbst die verwendeten Schrauben wurden aus anderen Bastelprojekten recycelt! 🙂

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Jetzt kann der Strom von hier…

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…hinter der Verkleidung nach oben…

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…um die Ecke…

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…an der Decke entlang…

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…nochmal um die Ecke…

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…auf der anderen Seite runter…

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…und durch einen kleinen waagrechten Schacht zur Werkbank geführt werden:

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Die Steckdosenleiste habe ich sicherheitshalber mit der Werkbank verschraubt. Passt, wackelt und hat Luft! 😛

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Jetzt müssten wir nur noch hoffen, dass nicht irgendwo der Wurm drin ist und die Stromversorgung auch noch funktioniert. Läuft – Erfolg! 🙂

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Insgesamt bin ich recht zufrieden mit der Lösung. Klar, hätte man deutlich besser machen können, aber für die Tatsache, dass der Kanal mehr oder weniger aus Abfall besteht, kann man nicht meckern! :).

In diesem Sinne – bis die Tage! 😉

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