#163 – Pausenspiele

Könnt ihr das glauben? Schon 162 Beiträge haben es nun mittlerweile auf den Blog geschafft. Manchmal wird mir fast etwas schwindelig, wenn ich die bisherigen Artikel so überfliege. Das sind die Momente, in denen mir klar wird, wie viel Lebenszeit ich bereits in das Schreiben dieser Beiträge versenkt habe! 😀

Wie dem auch sei, keine Zeit um nachdenklich zu werden oder in Erinnerungen zu schwelgen. Es wird Zeit für einen neuen Beitrag! Hm, über was könnte ich heute schreiben? So viele Ideen…

Andererseits… Wenn ich jetzt wieder mit einem neuen Thema anfange, dann drifte ich bloß wieder in ewig langes technisches Geplänkel ab und die Beiträge ufern maßlos aus (Doctor V64 und Commodore 64 lassen grüßen)! 😀

Ach was soll’s – ich finde ich habe mir auch mal eine PAUSE verdient…

Und was könnte ich tun um etwas abzuschalten? Ich weiß – ich spiel einfach mal wieder etwas. Irgendwas leicht Verdauliches für Zwischendurch wäre gut. So ganz ohne komplexes Gameplay oder schwer zu verfolgende Storys. Hm, ich habe da schon auch eine Idee. Wie wäre es z.B. mit einer Runde Slide-A-Lama?

Das (einigen von euch vielleicht noch aus ICQ-Zeiten bekannte) Flash-Spiel ist ein echter Klassiker für „zwischendurch“! 🙂 Da es jedoch via ICQ schon lange nicht mehr gespielt werden kann (die Server wurden abgeschaltet), muss ich auf eine Online-Version des Spiels zurückgreifen:

Ein enthusiastischer Fan hat sich viel Mühe gegeben und mit Hilfe der originalen (aus der SWF-Datei extrahierten) Grafik- und Sounddateien eine im Browser (auch ohne Flash) spielbare Version gebastelt – sehr lobenswert!

Fun Fact: Der Entwickler ist sogar einen Schritt weitergegangen und hat das Spiel um diverse neue Funktionen ergänzt. So gibt es Benutzerprofile und man kann nicht nur lokal gegen einen Bot (oder zweiten Spieler) zocken sondern sogar online gegen zufällig ausgewählte Spieler antreten. Ebenso kann man selbst einen virtuellen Raum eröffnen und dann mit Hilfe eines Einladungslink mit ein paar Freunden spielen – echt geil! 🙂

So können wir nochmal auf die Jagd nach einer möglichst hohen Punktzahl – und somit der Vernichtung unseres Gegenspielers gehen. Das auf „Vier gewinnt“ basierende Spielprinzip ist eigentlich nichts Besonderes, aber die putzigen Grafiken und Sounds haben mich schon des Öfteren in ihren Bann gezogen. So richtig genau sagen woran das liegt kann ich gar nicht.

Fun Fact: Bei einem bin ich mir aber sicher: Gerade die Soundeffekte haben ihren Beitrag zu meiner kleinen Zeitreise an den Anfang dieses Jahrtausends beigetragen. Ich sag nur „BELLICIOUS“, „BANANALAMA“ oder „PLUMS AWAY“!!! 😀

Mann, gar nicht mal so einfach! Selbst die Computergegner auf einer mittleren Stufe haben es ganz schön in sich. Ich musste fast eine viertel Stunde um jede einzelne Reihe kämpfen und konnte erst mit einer fetten, abschließenden Combo (3x BAR + 3x Kirsche) den Computer in die Knie zwingen! 😉

Ach – wem mach ich eigentlich etwas vor? Schlaue Leser (und damit seid ihr alle gemeint, weil jeder der sich diese Artikel freiwillig antut ist überdurchschnittlich intelligent :P) haben bestimmt schon den Braten gerochen und kapiert um was es heute wirklich geht. Im Rahmen der „Pausenspiele“ möchte ich euch ein paar sehr kleine (aber feine) Spiele vorstellen, die man einfach mal zwischendurch anschmeißen kann um abzuschalten! 🙂

Natürlich würde der Blog nicht „retrololo“ heißen, wenn es sich dabei nicht um alte Spiele handeln würde! Heutzutage gibt es diese „Pausenspiele“ in Hülle und Fülle, aber wer will schon von mir als altem Smartphone-Legastheniker etwas über „Doodle Jump“ oder „Candy Crush“ hören? 😉

Da fällt mir ein – wenn wir schon auf der Slide-A-Lama-Seite sind: Der Programmierer hat sich mit dem einen Puzzlespiel wohl nicht zufriedengegeben und hat mit „Zoopaloola“ ein weiteres ICQ-Game auf eine moderne Plattform gebracht.

Mich erinnert Zoopaloola irgendwie immer ein eine unpräzise Form von Billard. Ich denke auch hier machen gerade die Soundeffekte einen großen Teil des Spielspaßes aus. Zumindest erinnere ich mich an zahlreiche hitzige Fights mit Chatfreunden in dem einst so populären Messenger. Einziger Abstrich der Online-Version: In ICQ konnte man mit seinem Mitspieler (damals vorzugsweise natürlich ein nettes Mädchen aus der Kontaktliste) während des Spiels chatten. Das geht beim Remake nicht mehr, aber wer braucht heutzutage schon noch Online-Chaträume? 😉

Fun Fact: Natürlich war es des Gentlemans wichtigste Tugend das Mädel, welches man auf eine Runde Zoopaloola überredet hat, gewinnen zu lassen! 😉

Eins kann ich euch sagen – es war ein zähes Hin- und Her…

…aber am Ende konnte ich mich in einer Testpartie doch ganz knapp durchsetzen – puh, durchatmen! 😀

Kommen wir nun zu einem etwas ungewöhnlichen Spiel. Um ehrlich zu sein, bin ich mir gar nicht sicher, ob der „Akinator“ überhaupt als solches bezeichnet werden kann… 😀

Schließlich versucht der Flaschengeist doch lediglich eine von uns erdachte Person durch das Stellen einiger Fragen zu erraten! Na, das wollen wir doch gleich mal testen ob der Akinator auch meine Frau kennt! ^^

Fun Fact: Ich wusste gar nicht, dass es den Akinator auch als Android- oder iOS-App gibt! Wir leben in einer verrückten Welt! 😀

Der Algorithmus dahinter hat mich schon immer fasziniert. Man hat das Gefühl die Software könnte einem direkt ins Gedächtnis schauen und bereits nach ein paar Fragen scheint der Akinator auf der richtigen Spur zu sein:

Dann wiederum kommen – aus dem nichts – wieder Fragen die in eine ganz andere Richtung schlagen und auf den ersten Blick überhaupt nichts mit der Lösungsfindung zu tun haben. „War deine Figur schon mal mit einem Franzosen verheiratet?“. Ich hoffe nicht?! 😀

Nanu? Und was soll das denn jetzt?! Also Herr Akinator – ich muss schon sehr bitten! 😀 Immerhin sprechen wir hier über meine Frau!

Bei Frage 15 scheint der gute Flaschengeist es dann tatsächlich erraten zu haben:

Fun Fact: Was wohl passieren würde, wenn man bei der Frage „Bist du verliebt in deine Figur“ nein angekreuzt hätte? Ob der Dschinn dann auch auf die Lösung gekommen wäre? 😛

Zum Testen habe ich noch einen zweiten Durchlauf (mit meinem Chef als gedachte Figur) gemacht. Diesmal hat der Geist die Lösung sogar bereits nach 12 Fragen korrekt ermittelt. Ein fettes „Daumen hoch“ an die Entwickler, dass sie den legendären Michael Scott (aus The Office) als Beispielbild für einen Chef auserkoren haben! 😀

Genug von KI-gesteuerten virtuellen Gespenstern. Wie könnte ich in einem Beitrag über Pausenspiele nicht über die Mutter aller Spiele für Zwischendurch reden? Ich spreche natürlich von „Tetris“! 🙂

Tetris (und gerade die Umsetzung des Spiels auf dem Game Boy) hat es irgendwie geschafft ganze Generationen an „Nicht-Spielern“ ins Boot zu holen. Obwohl es augenscheinlich nur ein einfaches Puzzle- bzw. Knobelspiel ist, bietet es einen extrem hohen Suchtfaktor. Ich vermute es liegt an dem einfach zu verstehenden Prinzip und der äußerst transparenten Steuerung. In jedem Fall ist Tetris ein absoluter Killer für eine kurze Pause vom Alltagswahnsinn! 🙂

Auch ich selbst verfalle hin und wieder dem Charme des Puzzlespiels und gönne mir mit Hilfe des liebevoll getauften „Klo-Boys“ am stillen Örtchen eine kleine Tetris-Auszeit! 😀

Als letztes möchte ich noch ein paar Evergreens aus dem Hause Microsoft in die Liste der Pausenspiele mit aufnehmen. Ich denke es gibt kaum einen Windows-Benutzer, der noch nie etwas von den Spieleklassikern „Solitär“ oder „Minesweeper“ gehört hat! 🙂

Ich will gar nicht wissen, wie viele Stunden Lebenszeit ich gerade in Solitär investiert habe! Das Kartenspiel hat mich definitiv durch die ein oder andere langweilige Schulung während der der Azubi-Zeit gebracht! 😀

Fun Fact: Leider liefert Microsoft seit Windows 8 die bekannten Spiele nicht mehr mit ihrem Betriebssystem aus. Ich habe deshalb einfach eine alte Version von Windows XP kopiert – läuft auch unter Windows 10 ohne Probleme! Für alle normalen Leute, die kein altes Betriebssystem mehr haben: Solitär lässt sich auf dieser Seite auch online spielen! 😉

Minesweeper war dagegen irgendwie nie so wirklich mein Fall. Ich kann den Reiz des Spiels durchaus verstehen, aber irgendwie hat es mich einfach nie gefesselt.

Fun Fact: Solitär wurde tatsächlich 1988 von einem gelangweilten Praktikanten programmiert! Seit 1990 wird es (erstmals mit Windows 3.0) in (fast) jeder Windows-Version – stets mit kleinen Veränderungen und Verbesserungen – mit ausgeliefert. Minesweeper folgte dann 1992 mit Windows Version 3.1. und wurde ebenfalls bis einschließlich Windows 7 standardmäßig mit ausgeliefert.

Zu guter Letzt möchte ich noch ein „Windows-Spiel“ erwähnen, was mich dagegen definitiv (fast noch mehr als Solitär) gefesselt hat. Keine Frage, es handelt sich natürlich um „3D Pinball for Windows – Space Cadet“! Hand auf’s Herz – das Spiel hat doch bestimmt so gut wie jeder schon mal gespielt! 😉

Tatsächlich ist es bei mir noch gar nicht so lang her, dass ich das Spiel gezockt habe – erinnert sich noch jemand an Artikel 87? 😉

Fun Fact: Für diesen Beitrag musste ich glücklicherweise nicht mühsam auf die Suche nach den alten Windows-Spielen gehen, da ich diese in einer – bereits in Artikel 44 erwähnten – Retro-Gamebox mal vor einigen Jahren zusammengepackt habe! 😉

Um ehrlich zu sein ist es wohl kein Wunder, dass für mich als alten Flipper-Fan die Pinball-Simulation den klaren Favoriten unter den Windows-Spielen darstellt. Der virtuelle Flipper wurde erstmals 1998 mit Windows NT 4.0 mitgeliefert und war bis einschließlich Windows XP (letzte Version aus dem Jahre 2008) ein fester Bestandteil des Betriebssystems. Gut, dass das Teil (die aus Windows XP exportierte Version) auch noch unter Windows 10 problemlos läuft! 🙂

Fun Fact: Der Entwickler, der das Spiel ursprünglich in das Windows-Betriebssystem aus einer vollständigen Flippersimulation namens „Full Tilt! Pinball“ heraus portiert hat, hat ein äußerst interessantes Video zu dem Thema erstellt. Sehr empfehlenswert!

So, ich denke das reicht fürs Erste. Schließlich geht jede Pause auch mal zu Ende und es wartet noch eine ganze Liste an „Challenges“, die bewältigt werden möchten. Ach was soll’s – eine Runde flippern ist noch drin – schließlich muss ich noch einen etwas gewichtigeren Highscore aufstellen! 😉

In diesem Sinne – bis die Tage!

Write a comment