#175 – sauna on köyhän apteekki – III

Weiter geht’s mit dem Saunaaufbau! 🙂

Nachdem wir beim letzten Mal mühevoll das Dach aufgebaut haben, ist jetzt die „Inneneinrichtung“ dran. Als erstes werden die Leisten, welche später die Sitz- und Liegebänke halten sollen, angeschraubt:

Anschließend müssen die Bänke zusammengebaut werden. Das Grundgerüst wird bereits fertig geliefert, allerdings fehlen bei der oberen Bank noch Zierleisten, die möglichst akkurat von innen befestigt werden wollen. Ganz schön schwierig die kleinen Leisten am oberen und unteren Rand optimal auszurichten!

Fun Fact: Aber selbst wenn etwas schief geht oder nicht ganz gerade sitzt, ist das kein Drama. Immerhin ist es Holz, d.h. im Nachhinein lassen sich unebene Stellen immer noch schleifen! 😉

Ebenso muss die obere Ecksitzbank aus zwei Teilen zusammengeschraubt werden. Kein großes Thema, trotzdem wäre es mir lieber gewesen, wenn die entsprechenden Löcher schon vorgebohrt gewesen wären. So musste der Holzbohrer zum Einsatz kommen!

Ist die Bank erst mal eingebaut sieht das ganze schon deutlich mehr nach Sauna aus finde ich! 🙂

Zusätzlich wird noch eine Blende angebaut. Auch dabei musste etwas gepfuscht, ähm ich meine natürlich nachgearbeitet werden, damit sie sich sauber mit der Bank verschrauben lässt. An einigen Stellen mussten die Schrauben etwas umgesetzt werden, damit sie nicht auf darunterliegende Schrauben treffen. So ein Quatsch – das wäre alles vermeidbar gewesen, wenn schon entsprechend Löcher vorgebohrt oder zumindest in der Anleitung Maße vermerkt gewesen wären…

Wie dem auch sei – ich erspare euch Details (und das mühsame Hineinwuchten in den engen Raum) und präsentiere gleich das Ergebnis:

Eine Bank ist nicht gerne alleine und in der heutigen Zeit soll man sein Geld ja auch im Idealfall auf mehreren Banken deponieren! 😛 Also kommt eine zweite, tiefer gelegene Sitzbank dazu. An diese wird seitlich eine Halterung geschraubt, welche leider recht „rustikal“ vom Hersteller zusammengebaut wurde und so vor dem Verschrauben wieder etwas angepasst werden musste.

Ist das erledigt, kann auch die untere Sitzbank eingebaut werden:

Besonders cool finde ich, dass die untere Bank beweglich ist und sich bei Bedarf vollständig aus-…

… und einfahren lässt. So schafft man Platz im Raum! 🙂

Zu den Bänken gibt es – sofern man nicht liegen, sondern sitzen möchte – Rücklehnen, die auch noch verschraubt werden wollen. Bis auf ein paar Unebenheiten im Holz gibt’s diesmal keine bösen Überraschungen.

Fehlt eigentlich nur noch die Abdeckung für die Ecklampe. Diese ist mit zwei sehr einfachen (und etwas wackelig wirkenden) Holzhaltern befestigt. Deren korrekte Ausrichtung und Verschraubung mit der Saunawand war echt tückisch. Ich habe letztendlich mit zwei Schraubzwingen gearbeitet um ein passables Ergebnis zu erzielen.

Damit wären die Holzarbeiten erledigt und es geht an die Verkabelung. Fangen wir mit der Eckleuchte an. Im Endeffekt ist es nur eine wasserdichte Lampenfassung. Zumindest liegt dem Teil ein hitzebeständiges, dreiadriges Silikonkabel bei, mit dem wir die Leuchte anschließen können.

Fun Fact: Was dagegen nicht so schön ist, ist die Tatsache, dass kein Leuchtmittel dabei ist! Schon verrückt – da kauft man eine Sauna für mehrere Tausende von Euro und dann schaffen sie es nicht mal eine Glühbirne oder LED mit in das Paket zu packen! 😀

An sich könnte man die Lampe einfach seitlich an eine Rückwand schrauben, aber ich könnte mir vorstellen, dass sich dann der Lichtkegel nicht sauber im Raum verteilt. Darum habe ich aus einem Holzbrett, welches als „Füllmaterial“ bei der Sauna dabei war, eine Leiste sowie zwei dreieckige Zierblenden zurechtgeschnitten – schließlich will man später ja nicht irgendwelche Kabel von unten in der Lampe baumeln sehen, wenn man in der Sauna liegt! 😉

Nun muss die Leuchte eigentlich nur noch verkabelt, ein Loch in die Rückwand gebohrt und ein Kabel durchgezogen werden:

Ist das geschafft, kann die Leuchte endlich aufgehängt werden. Als Lampe habe ich einfach eine LED-Birne mit E27-Fassung, welche ich noch herumliegen hatte, eingebaut. Mit der Holzblende davor sieht das schon richtig nach Sauna aus! 🙂

Das Kabel, welches auf der Rückseite der Sauna rauskommt, habe ich mit Kabelschellen befestigt, sodass es einerseits nicht herumbaumelt und andererseits leichter über das Dach nach vorne zu dem Kabelkanal, welcher von der Decke aus in die Steuereinheit führt, legen lässt.

Apropos Steuereinheit – zentraler Bestandteil der „Elektronik“ ist die Saunasteuerung. Dieses kleine Kästchen wird vorne an der Sauna angebracht. Zusammen mit einem im Innenraum der Sauna anzubringenden Temperaturfühler wird der Saunaofen gesteuert.

Natürlich muss die Abdeckung geöffnet werden, um an die Anschlüsse zu kommen. Dazu muss erst mal der Drehregler abgezogen werden. Anschließend kann das Panel an die Außenwand der Sauna angeschraubt werden.

Was jetzt noch fehlt sind die Kabel, welche alles miteinander verbinden. Also eine Strom-Zuleitung, das Kabel von der Steuerung zum Ofen, das Lampenkabel sowie die Leitung zum Temperaturfühler. All diese Kabel werden in drei (in der Saunawand liegenden) vorgebohrten Kabelkanälen verlegt. Der Plan, wie was verlegt wird, will gut überlegt sein, denn schließlich möchte man ja alle Kabel so sauber und unauffällig wie möglich verstecken! 😉

Es ist gar nicht so einfach von außen und innen die jeweilige Stelle zu treffen, an der ein Kabelkanal verläuft. Erschwerend kommt hinzu, dass die Steuereinheit kaum die Fläche über den Kanälen abdeckt. Meinen ursprünglicher Plan – einfach drei gleich große Löcher zu bohren – konnte ich also in die Tonne treten. Für jede einzelne Leitung mussten spezielle Lösungen gesucht werden – da ist basteln angesagt! 😀

Nachdem alle Kabel durch die Wände gezogen wurden, kann die Saunasteuerung verkabelt werden. Hier ist Geduld und sowie die Expertise eines Elektrikers gefragt.

Fun Fact: Tatsächlich habe ich das Silikonkabel geteilt, damit ich es einerseits für die Stromzuleitung sowie andererseits für die Strecke zwischen Ofen und Steuerung verwenden kann. Ich weiß nicht, ob man das so machen soll, aber selbst wenn man das Kabel nur für einen der beiden Zwecke verwendet, ist es doch arg knapp bemessen.

Auf der Innenseite muss der Temperaturfühler angebracht und der Ofen angeschlossen werden.

Hierfür musste ich erst ein paar Aderendhülsen aus dem „Papa-Baumarkt“ organisieren, da sich die Litzen nicht direkt an den Ofen klemmen lassen. Safety first – schließlich will man beim Saunieren ja nur durch heiße Luft erwärmt und nicht elektrisch gegrillt werden! 😀

Fun Fact: Alles kein Problem, aber solche kleinen „Herausforderungen“ verschlucken gut und gerne mal wieder ein paar Tage bis man alle Teile organisiert hat. Und ihr kennt mich ja mittlerweile – ich mag es überhaupt nicht, wenn sich solche Projekte über Wochen hinziehen! 😉

Nun kann der Ofen an einem Halteblech montiert und die Holzumrandung angeschraubt werden.

Damit sollten alle elektrischen Arbeiten erledigt sein. Ein – im wahrsten Sinne des Wortes – noch offenes Problem ist die Tür! xD Der Schließmechanismus sitzt nicht richtig in der Wand, bzw. die Glastür wurde auch nicht mittig verbaut und so geht das Glas nicht am Plastikhalter vorbei und die Tür lässt sich nicht schließen:

Mist – und jetzt? Nun, ich habe viel herumprobiert, bis ich die magische Einstellung zwischen „lässt sich schließen und bleibt geschlossen“ und „lässt sich von innen wieder leicht öffnen“ gefunden habe. Dafür musste erst mal das Loch für den Schließmechanismus etwas tiefer gebohrt und ca. 1-2 Millimeter Holz abgetragen werden. Anschließend habe ich in den Federmechanismus noch zwei Unterlegscheiben eingesetzt um die Spannung auf dem Rollschnäpper zu erhöhen. Und siehe da – schon lässt sich die Tür schließen! 🙂

Abschließend müssen eigentlich nur noch die unschönen Stellen in und an der Sauna mit viel Geduld und etwas Schleifpapier ausgebessert werden. Ist das geschafft heißt es endlich: „Fertig!“ 🙂

Ein ganz schöner Kampf! Trotz einiger Rückschläge hat es schon Spaß gemacht das Teil aufzubauen. Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis jedenfalls zufrieden. An einigen Stellen musste schon etwas getüftelt werden, bis die einzelnen Elemente sauber zusammenpassen. Völlig klar – denn Holz ist ja bekanntlich ein Naturprodukt, welches auf Feuchtigkeit reagiert und sich so ggf. etwas verzieht. Abgesehen davon war auch eine Hand voll Bohrungen nicht ideal gesetzt, sodass – wenn man nicht aufpasst – die Schraube an einer sichtbaren Stelle austritt.

Einziger wirklicher Kritikpunkt ist meiner Meinung nach die knapp bemessene Anleitung, die hin und wieder ein paar Fragezeichen beim Zusammensuchen der Teile hinterlässt. Die Kollegen sollten sich mal ein Beispiel an einer Lego-Aufbauanleitung nehmen! 😉

Jetzt können wir endlich saunieren – oder? Nun, noch nicht ganz. Ein paar Kleinigkeiten gibt es tatsächlich noch zu erledigen – es bleibt spannend! 😛

In diesem Sinne – bis bald!

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